Solibrot

Unterstützung für Bäckerei-Projekt für Straßenkinder in Brasilien

 

Die Bäckerei MOSS startet zur Fastenzeit erneut die MISEREOR SOLIBROT- Aktion „Schmeckt gut und tut gut.“

 

Solibrot Siegel kl

 

Mit dem Beginn der Fastenzeit beginnt das Hilfswerk MISEREOR erneut seine Fastenaktion SOLIBROT. Wie auch in den vergangenen Jahren zählt die Bäckerei MOSS zu den größten Unterstützern der Aktion. Nach den Karnevalstagen startet wieder der Verkauf des SOLIBROT. 

Von jedem verkauften Brot gelangen 0,50 EUR über das Hilfswerk an das brasilianische Projekt COMVIVA.

Und das liegt den Menschen bei MOSS besonders am Herzen, werden dort doch Jugendliche in Handwerksberufen wie dem des Bäckers ausgebildet. „Hilfe zur Selbsthilfe im besten Sinne ist das Ziel. Das unterstützen wir von Herzen.“ erklären Silvia Moss und Hans-Bernd Schwienhorst von der Bäckerei MOSS. 

„Die Reaktionen unserer Kunden in den vergangenen Jahren haben uns bestätigt, dass wir mit dieser Aktion richtig liegen. Viele haben zusätzlich für MISEREOR gespendet und unsere Idee unterstützt. Das hat uns sehr beeindruckt.“ beschreibt Silvia Moss, warum die in der gesamten Region vertretene Handwerksbäckerei auch in diesem Jahr Partner der SOLIBROT-Aktion ist.

 

Als SOLIBROT wird die beliebte Bauernkruste verkauft – zum regulären Preis, von dem die Bäckerei die jeweils 0,50 EUR spendet. „Die Fastenzeit ist ein guter Moment, über die Frage nachzudenken, wie Anderen geholfen werden kann.“ erklärt Hans-Bernd Schwienhorst die Gründe für diese Spendenaktion. Erstmalig wurde ein gezieltes Projekt ausgesucht, welches jährlich mit den SOLIBROT Einnahmen unterstützt werden soll. Dass es ein Bäckerei-Projekt für Straßenkinder geworden ist, begeistert das ganze MOSS-Team in der Zentrale sowie in den 46 Filialen zwischen Jülich und Mützenich.

 

Über COMVIVA und das Bäckerei-Projekt für Straßenkinder Caruaru, hoch im Norden Brasiliens, ist von der Landwirtschaft und der Verarbeitung ihrer Erzeugnisse geprägt. Armut und Vernachlässigung von Kindern gehen in den Arme-Leute-Vierteln der etwas mehr als 340.000 Einwohner zählenden Stadt einher. Das Straßenkinder-Projekt COMVIVA kümmert sich und ist Anlaufstelle für auf der Straße lebende Jungen und Mädchen.

 

In der „Casa da Rua“ - einem kleinen Haus im Zentrum Caruarus - können sich die Straßenkinder duschen und ihre Wäsche waschen, dort finden sie auch immer jemanden, der ihnen zuhört und ihre Sorgen und Nöte ernst nimmt. Nach diesen ersten, oft über Wochen und Monate andauernden Kontakten mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern der Straßenkindergemeinschaft finden einige der Kinder und Jugendlichen schließlich ihren Weg ins Zentrum der Organisation am Stadtrand von Caruaru.


Dort betreibt COMVIVA die eigene Bäckerei. „Die Leute sind unserem Projekt gegenüber viel aufgeschlossener, seitdem sie mitbekommen, dass die Kinder bei
Bäckerei. Und dass wir auch ehemaligen Straßendieben solch vertrauensvolle Aufgaben übertragen wie die Auslieferung und Abrechnung der Kundenbestellungen, das beeindruckt die Anwohner irgendwie.“ Marinalda de Nascimento von COMVIVA weiß, dass die Bäckerei nicht nur durch ihre Einnahmen die Arbeit des Straßenkinder-Projektes unterstützt, sondern vor allem Perspektiven für die Jugendlichen eröffnet.
Mit der Unterstützung aus der SOLIBROT-Aktion will COMVIVA die Ausbildungsmöglichkeiten in der Bäckerei ausweiten. Bereits heute produzieren 15 Jugendliche unter fachkundiger Anleitung von Bäckermeister Leandro und seinem Gehilfen Daniel – selbst vor einigen Jahren ein Straßenkind – mehr als 3.500 Brötchen am Tag. „Es wäre wunderbar, wenn wir unsere Brötchen eines Tages nicht nur hier im Viertel verkaufen, sondern auch ins Stadtzentrum liefern könnten“, schwärmt der sonst eher wortkarge Jugendliche. „Damit die Leute in der Stadt endlich mitkriegen, dass wir nicht nur Unfug im Kopf haben, sondern auch ‘was wirklich Nützliches zustande bringen.“